Autor Thema: Aspire X-QPACK-BK NW V2 ohne Netzteil  (Gelesen 3735 mal)

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Aspire X-QPACK-BK NW V2 ohne Netzteil
« am: 13. August 2006, 09:48:56 »
Das Aspire X-QPack war bisher nur mit einem festinstalliertem Netzteil erhältlich. Da dieses Netzteil jedoch Anlass zur Kritik gab wird das X-QPack nun auch ohne Netzteil angeboten. Diese Variante haben wir für euch unter die Lupe genommen.




Es war einmal hinter den Sieben Bergen, bei den Sieben Zwergen. Lange vor der Zeit als Schneewitchen zu ihnen gestoßen war, verbrachten sie ihre Freizeit am Computer. Da normale Gehäuse jedoch deutlich größer waren, als sie selber, legten sich sechs von ihnen ein Barebone zu. Einem jedoch gefiel die schlechte Aufrüstbarkeit von Barebones nicht und suchte nach etwas flexiblerem.
Also ging er auf Wanderschaft und fand im Dschungel des Gehäusemarktes das Aspire X-QPack. Es bot für ihn alles, was er suchte: eine geringe Baugröße, und die Möglichkeit, einzeln erhältliche MicroATX Mainboards zuverbauen. Caseking bot ihm mannigfaltige Varianten des X-QPack an. Mit oder ohne Fenster, in Silber, Schwarz, Gelb, Grün, Blau oder Rot. Außerdem mit einem Netzteil, oder eben nicht. Der Zwerg namens Eiskaltmacher bedankte sich herzlichst bei dem Caseking und entschied sich für ein schwarzes X-QPack ohne Fenster und Netzteil. Ob diese Geschichte ein Happy End nimmt, erfahrt ihr in diesem review.
Der Zwerg freute sich bei seiner Wanderung über das äußerst geringe Gewicht des X-QPack. Die hübsche weiß-blaue Verpackung machte ihm das Tragen durch einen Griff noch leichter. Nach dem Auspacken erschien ein sauber lackiertes Gehäuse, dessen Front von einer Antikratzerfolie geschützt war. Neugierig darauf wie es im Inneren aussieht, drehte er die beiden Rändelschrauben auf der Rückseite des X-QPack heraus und zog den Deckel nach hinten oben ab. Zuerst war er etwas enttäuscht, da lediglich eine menge Kabel und ein kleines Tütchen mit Schrauben, zwei Kabelbindern und einem Belegungsplan der Frontanschlusskabel, im Gehäuse zu finden waren.
Als sich der Zwerg jedoch die Kabel genauer ansah, entdeckte er zwei Temperatursensoren die in einem Flüssigkristalldisplay ihr Ausgabemedium finden. Die Anschlusskabel für Frontaudio, USB und Firewire sind abnehmbar, was den Kabelsalat, solange ein Kabel nicht benötigt wird, verringert. Die Verbindung von den Power und HDD-LEDs, Reset und Powertaster zum Mainboard, ist als zusammenhängendes Flachbandkabel ausgeführt, wodurch ebenfalls der Unordnung im Gehäuse entgegengewirkt wird. Das Gehäuse selbst ist aus dünnem Aluminium gefertigt, das Sauber entgratet wurde. Kanten die eventuell in Kontakt mit Kabeln kommen könnten sind zusätzlich umgebogen, um Beschädigungen an der Verkabelung zu vermeiden. Ein 120mm lüfter war ebenfalls im Gehäuse zu finden.

Die Lackierung ist sauber ausgeführt und äußerst kratzfest. Dasselbe gilt auch für die Front des X-QPack, die vollkommen aus Kunststoff gefertigt wurde.
Nachdem der Zwerg seine Neugier gestillt hatte, war er zufrieden mit seiner Entscheidung, sich für dieses Gehäuse zu entscheiden. Die Qualität erachtete er als gut und den Lieferumfang als ausreichend. Er hatte eindeutig nicht zuviel bezahlt.

Das Aspire X-QPack NW BK verzichtet auf jegliche Optische spielereien, wie Fenster oder sonstige Auffälligkeiten. Das Dach und die Seitenwände sind in einer U-förmigen Haube zusammengefasst, die auf der Außenseite mit einer robusten Lackierung versehen ist. An beiden vorderen, seitlichen Enden sind Lüftungsschlitze ins Aluminium gestanzt, die für eine gute Luftzirkulation um die Festplatten sorgen. Die Rückwand ist unlackiert und ist in zwei ebenen aufgeteilt. In der oberen befinden sich das wabenförmige Gitter für den mitgelieferten 120 mm Lüfter und die Öffnung für das Netzteil. Die Befestigungslöcher für das Netzteil sind so angeordnet, das man es um 180° drehen kann. Der untere Bereich ist dem I/O Shield und den Laufwerksblenden vorbehalten.
Die Front besteht aus hochwertig wirkendem Kunststoff, der an den unteren und seitlichen Rändern, ein hochglänzendes Finish erhalten hat. Der Powertaster und der Resetknopf sind versenkt angeordnet um ein versehentliches Betätigen zu vermeiden. Zwischen dem stabilen Tragegriff befinden sich die Audioanschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon, sowie 2 USB und einen Firewire Anschluss. Das Aspire verfügt über einen 3,5" und zwei 5,25" Schächte mit Blenden in der Mitte der Front. Neben der 3,5" blende befindet sich das Display für die 2 Temperaturfühler, die beliebig im Gehäuse angeordnet werden können.

Aufgrund der geringen Größe des X-QPacks geht es im Gehäuse natürlich etwas enger zu, weshalb man sich im vornhinein überlegen sollte, was man darin verbaut. Insbesondere auf den Prozessorkühler und das Netzteil sollte man ein Auge werfen, da für beide nicht gerade viel Platz vorhanden ist. Das Netzteil sollte nicht länger als 140mm sein und sollte vor den optischen Laufwerken eingebaut werden. Ansonsten bekommt man Probleme beim Einbau des Netzteils.

Um an das innere des Gehäuses zu kommen, müssen an der Rückseite lediglich zwei Rändelschrauben gelöst und die Deckelhaube nach hinten gezogen werden. Ist dies erledigt und man entfernt mit Hilfe eines Schraubendrehers zwei weitere Schrauben, lässt sich der Mainboardschlitten nach hinten herausziehen. Die Abstandshalter für die Mainboardmontage sind fest im Aluminium eingelassen und passen einwandfrei zu den Befestigungslöchern im Mainboard. Wurde das Micro ATX Board festgeschraubt, können die Steckkarten montiert werden. Da Aspire hier aus Platzgründen auf ein schraubenloses Montagesystem verzichtet hat, muss hier der Schraubendreher, wie fast überall an dem X-QPack verwendet werden. Ist das erledigt kann der Mainboardschlitten wieder ins Gehäuse geschoben werden.
Verfügt die Grafikkarte jedoch über einen Kühler, der nach oben über die Karte heraussteht, lässt sich der Schlitten nicht in die Öffnung schieben. Dies ist auch der Fall wenn der AGP/PCIxpress Slot direkt neben dem I/O shield befindet und der kühler bis auf die Rückseite der Grafikkarte geht. Wie bei dem im Test verwendeten Zalman Kühler, muss man sich dann etwas einfallen lassen. Ein findiger Bastler könnte jetzt vielleicht auf die idee kommen, zuerst den Mainboardschlitten ins Gehäuse zu schieben und dann die Grafikkarte zu montieren. Dies ist zwar möglich, jedoch befindet sich knapp über und neben der Steckkarte eine Verstärkungsstrebe, welche die Benutzung von Komplettkühlern mit obenliegenden Anschlüssen, verhindert. Aber wenigstens gibt es keine beschränkungen hinsichtlich der Länge der Grafikkarte. Theoretisch wären selbst 280 mm Länge kein Problem.

Nachdem wir die Kabel der Frontanschlüsse und Schalter angeschlossen haben, widmen wir uns der oberen Hälfte des X-QPacks. An der von hinten gesehen linken Seite, befindet sich eine abnehmbare Halterung, in der sich hochkant zwei 3,5" Festplatten montieren lassen. Eine weitere Festplatte, beziehungsweise ein Diskettenlaufwerk, lässt sich in der untersten Stufe des Laufwerkschachtes unterbringen. Dieser befindet sich in der Mitte des oberen Stockwerks und kann zwei 5,25" Laufwerke aufnehmen. Diese sollte man, wie bereits gesagt erst nach dem Netzteil installieren.
Das Aspire X-QPack wird auch mit einem 450 Watt Netzteil mit kurzer Bauform angeboten. Dies war ursprünglich die einzig erhältliche Variante, jedoch hat sich Aspire aufgrund häufiger Anfragen dazu entschieden, das X-QPack auch ohne Netzteil anzubieten. Vorbildlicherweise wird von einigen Onlineshops, wie zum beispiel Caseking.de darauf hingewiesen, das es mit einem normalen Netzteil zu problemen kommen kann.
Aufgrund der geringen Abmessungen des Gehäuses ist es selbst bei verzicht auf Optische Laufwerke nicht möglich, Netzteile mit einer Außenlänge von mehr als 155mm zu verwenden, da sonst das Netzteil mit den Laufwerkskäfigen kollidiert. Doch selbst wenn ein ATX konformes Netzteil mit 140 mm länge verwendet wird kann es mit einem DVD/CD Laufwerk mit normaler Länge Probleme geben. Zwischen dem Netzteil und dem optischen Laufwerk, sofern es wie im normalfall üblich, ungefähr 200 mm lang ist, bleiben in montiertem Zustand lediglich 10mm Platz für den Laufwerksstromstecker.
Bei einem normalem Stecker reicht so der Platz nicht aus, um das Laufwerk montieren zu können. Als Käufer des Gehäuses wünscht man sich, das ein Adapterkabel mit abgewinkelten Steckern mitgeliefert wird, um dieses problem zu lösen. Beim verschrauben des Netzteils kann es außerdem vorkommen, das die Steckdose des Kaltgerätekabels mit dem Gehäuse kollidieren kann, was ein direktes Anschrauben verhindert. Da das X-QPack jedoch aus dünnem Aluminium gefertigt wurde, lässt sich dieses Problem leicht aus der Welt schaffen.Nach dem wir nun die kleinen Probleme erfolgreich umgangen haben, ist es an der Zeit die Hardware im Aspire X-QPack in Gang zu setzen und den Lüfter respektive die Temperatursensoren zu testen.

Als Testhardware wurde folgendes in dem Gehäuse verbaut.

* Athlon Thunderbird 1400 Mhz
* Asrock K7S41GX
* 512 MB MDT DDR 400
* Geforce 4200 TI 128 MB
* Samsung SH-S162 Lightscribe DVD Brenner mit kurzer Bauform
* Maxtor 6L200PO 200 GB IDE HDD

Nach betätigen des Powertasters, startete wie zu erwarten war das System. Trotz der ohnehin schon sehr geringen Systemlautstärke, geht der Geräuschpegel des Aspirelüfters in den Umgebungsgeräuschen unter. Ein gut hörbares geräusch entsteht nur, wenn der Tester seinen Finger in den laufenden Lüfter hält und dem Tester dadurch ein Schmerzenslaut entfährt. Das Display in der Front zeigt, Blau beleuchtet, gleichzeitig 2 Temperaturen an, die mit CPU und HDD benannt werden. Die Sensoren die an das Display fest angeschlossen sind entsprechend gekennzeichnet und können überall im Gehäuse platziert werden. Die ausgegebene Temperatur entsprach den Angaben, der zum vergleich herangezogenen Fan-o-Matik Pro USB von Innovatek.
Das Belüftungskonzept des Aspire X-QPack, zeigte sich während des Tests ausgereift. Die warme Abluft des CPU Kühlers und der Festplatte, wird effektiv durch den 120 mm Lüfter aus dem Gehäuse gesaugt. Das Netzteil befördert die durch die Grafikkarte aufgeheitzte Luft, auf direktem Wege aus dem X-QPack. So können auch problemlos passive Kühler auf der Grafikkarte montiert werden ohne das sich die Hitze stauen könnte.

« Letzte Änderung: 12. November 2006, 13:16:50 von efferman »

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Das Fazit zum Aspire X-QPACK-BK NW V2 ohne Netzteil
« Antwort #1 am: 13. August 2006, 09:49:45 »
Preis/Leistung
Das Aspire X-QPack BK NW V2 ohne Netzteil ist für ca. 100 € im Fachhandel erhältlich, was für die gebotene Qualität und Lieferumfang in Ordnung geht.
Montage
Die Montage ist größtenteils einfach zu bewerkstelligen. Jedoch kann es bei der Montage des Netzteils und des Laufwerks zu Inkompatibiliäten kommen.
Lautstärke
Der mitgelieferte Lüfter dürfte selbst für empfindliche Gemüter nicht zur Belastung werden, da er in der allgemeinen Geräuschkulisse des Testsystems untergeht.

Positiv
  • kompakte Abmessungen l/b/h 350/280/235mm
  • keine scharfen Kanten
  • mitgeliefertes Thermometer
  • Mainboardschlitten
  • Tragegriff
Negativ
  • wenig Platz zwischen Netzteil und Laufwerken
  • Gehäuse kann bei manchen Netzteilen mit der Kaltgerätesteckdose kollidieren
Gesamteindruck
Das X-QPack ist nicht nur für den Zwerg Eiskaltmacher, sondern auch für jeden, der des öfteren mit seinem Rechner unterwegs ist, einen Blick wert. Die Befestigung der Hardware ist zwar nicht werkzeuglos zu vollziehen, jedoch wird die Hardware gut an ihrem Platz gehalten, was bei Transporten zur LAN sicherlich von Vorteil sein sollte. Der stabile Tragegriff ist dabei ein weiterer Vorteil. Insgesamt ist das X-QPack ein kleines kompaktes Gehäuse mit guter Qualität in Verarbeitung und Lieferumfang. Leider können lange Netzteile nicht verwendet werden und selbst mit einem normallangen Netzteil kann es zu Problemen führen. Da optische Laufwerke nur in Ausnahmefällen kürzer, als die üblichen 200 mm sind, müsste sich der potenzielle Käufer entweder ein kurzes Laufwerk oder ein Verlängerungskabel mit abgewinkelten Steckern besorgen. So muss leider eine Kaufempfehlung ausbleiben, die das Gehäuse ansonsten durchaus verdient hätte.
« Letzte Änderung: 14. August 2006, 17:46:46 von efferman »

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Re: Aspire X-QPACK-BK NW V2 ohne Netzteil
« Antwort #2 am: 13. August 2006, 09:58:47 »
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