Autor Thema: so "loeten" die profis  (Gelesen 6973 mal)

Offline Master Luke

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Re: so "l├Âten" die profis
« Antwort #20 am: 04. Januar 2008, 10:08:23 »
imho hast du meine fragen nicht beantwortet. :D

genauigkeit heisst bei mir ┬Ám. f├╝r oben genannte bauteile braucht es eine pr├Ązision von einigen hunderstell... da f├Ąllt dein glasmessstab hinten runter. :D

wenn das system ansich nicht steif genug ist, dann machen optische systeme probleme. d.h. die verfahrgeschwindigkeiten k├Ânnen nicht erreicht werden. durch zuuufall (ist eigentlich mein job, mist zu messen) hab ich damit zu tun und gerade ein angebot eines lasermesssystems auf dem tisch. kann bis zu 6m/s und kostet >20.000ÔéČ. daf├╝r aber hohe pr├Ązision von bis zu +-1┬Ám.


die genauigkeit geht immer proportional in den kostenfaktor mit ein.

deine wald- und wiesen servos kommen selbst mit nem zollstock klar. ;) aber recht hast du nat├╝rlich, wenn es um schnelligkeit und um geringe kosten bei "weniger genauen" positionierungen geht.

ABER, es spielen bei auswahl einer messeinrichtung weitaus mehr faktoren eine rolle! in der lebensmittelindustrie kann ich bspw. nicht mit einem "herk├Âmmlichen" messsystem anr├╝cken, da z.B. schmierung etc. nicht erlaubt sind. usw. usf.


also das einsatzgebiet immer differenzieren und nicht gleich ne pauschalaussage hinknallen wie:
Zitat
Aber genaue und schnelle positionierung funktioniert in der Industrie nicht mit Optischen Systemen wie Lasern oder Kameras.


Offline Zeh Emm

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Re: so "l├Âten" die profis
« Antwort #21 am: 04. Januar 2008, 11:12:19 »
Mal ne ganz andere Frage: Sollten solche Dinge durch 'Automatisierung' g├╝nstiger werden?

Ich glaube schon, dass die Endmontage schneller vonstatten geht. Ich vermute, dass zwecks Nachvollziehbarkeit die Sache etwas langsamer angegangen wurde.
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Offline nemon

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Re: so "l├Âten" die profis
« Antwort #22 am: 04. Januar 2008, 13:01:45 »
die genauigkeit geht immer proportional in den kostenfaktor mit ein.
ich w├╝rde mal eher exponentiell sagen ^^

und die steifigkeit des automatens muss immens sein, bei der zahl an beschleunigungen/sekunde und der bewegten masse entstehen verdammt gro├če kr├Ąfte. die f├╝hrungen m├╝ssen dazu echt sehr robust sein, was nat├╝rlich wiederum das gewicht erh├Âht usw.

@claas: wenn du mainboards meinst: solche teile sind erst durch automatisierung realisierbar. das oben angesprochene batallion an chinesen, die ansonsten von hand best├╝cken m├╝ssten, w├Ąr selbst bei deren l├Âhnen vermutlich so teuer, dass es hier keine mainboards f├╝r 50 euro g├Ąbe. ich sch├Ątze mal, f├╝r einfache mainboards m├╝sste man locker das doppelte bezahlen bei handbest├╝ckung. und so best├╝ckungsautomaten, wie sie beim 1. link zu sehen sind, schaffen so ca. 2-5 bauteile/sekunde. das schaffst du von hand nicht, da w├╝rde ich mal 2-3 sekunden/bauteil ansetzen, mindestens. dazu kommt noch eine sicherlich h├Âhere fehlertr├Ąchtigkeit

Offline Master Luke

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Re: so "l├Âten" die profis
« Antwort #23 am: 04. Januar 2008, 21:11:02 »
die genauigkeit geht immer proportional in den kostenfaktor mit ein.
ich w├╝rde mal eher exponentiell sagen ^^

ich habe urlaub, verschone mich mit fachtermini.  :crazy:

Offline Iceberg

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Re: so "l├Âten" die profis
« Antwort #24 am: 05. Januar 2008, 13:28:28 »
genauigkeit heisst bei mir ┬Ám. f├╝r oben genannte bauteile braucht es eine pr├Ązision von einigen hunderstell... da f├Ąllt dein glasmessstab hinten runter. :D

Zitat von: Heidenhain
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Genauigkeitsklasse +-2┬Ám

deine wald- und wiesen servos kommen selbst mit nem zollstock klar. ;) aber recht hast du nat├╝rlich, wenn es um schnelligkeit und um geringe kosten bei "weniger genauen" positionierungen geht.
naja, Zollstock w├Ąhr bisschen Ungenau  :clown:
"weniger genaue" positionierung ist denke ich auch der Falsche Begriff. Relativ genaue Positionierung passt da schon besser.

micro-epsilon hat schon so einige interessante Optische Sensoren die wirklich Pervers genau sind. Allerdings ist der Messbereich oft nicht ausreichend f├╝r Positionieraufgaben.

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Re: so "l├Âten" die profis
« Antwort #25 am: 31. Oktober 2008, 05:22:48 »
ich k├Ânnt so einer maschine 24 std zu gucken und es w├╝rd mich die ganze zeit faszinieren.
wer schonmal smd gel├Âtet hat wei├č wie anstrenegnd es ist vor allem bei sehr kleinen bauformen und viele teilen.


also ich h├Ątte gerne so eine maschine^^
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Offline Fantometer

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Re: so "l├Âten" die profis
« Antwort #26 am: 31. Oktober 2008, 09:26:37 »
jo, smd prozzi unterm mikroskop l├Âten :ugly:  kenne dat :)
Hiermit ehre ich den findigen Biologen, der auf die Idee kam, Pizza und Leberk├Ąse zu kreuzen!

Offline VladTepes

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Re: so "loeten" die profis
« Antwort #27 am: 31. Oktober 2008, 14:15:06 »
Greetings,

also ich habe jetzt nicht den ganze Thread gelesen, aber: wenn ich schnelle und genaue Erkennung will, dann verwende ich sehr wohl eine optische Erkennung. Was denn sonst?

Ich arbeite in einer Hybridfertigung, in welcher jeder Menge Wire-Bonder stehen. (einige von denen bonden 17 Dr├Ąhte pro Sekunde!).
Alle diese Bonder erkennen ihre Bondpositionen sowohl auf den Halbleitern als auch auf den Keramiksubstraten optisch mit einem Visionsystem.
Genauigkeit? Nuja, ich sags mal so: einige meiner Bondpads sind so 55┬Ám x 55┬Ám. Die zugeh├Ârigen Goldbondballs haben einen Durchmesser von 45┬Ám. Genau genug? (die Herstellerangabe dasf├╝r liegt bei +- 2,5┬Ám)

f├╝r weitere Informationen sieh man z.B.:
www.kns.com
http://www.smallprecisiontools.com

edit: zum Thema Kr├Ąfte/Beschleunigung/Steifigkeit: Manche Bonder schaffen mit dem Bondkopf Beschleunigungen von 16g hinzulegen.

Btw: Flachbaugruppentechnik ist was f├╝r Anf├Ąnger. Die Teile k├Ânnte ja ein blinder Grobmotoriker bauen. Wer was kann, bondet oder macht FlipChip  :D :D :evillol:
« Letzte ─nderung: 01. November 2008, 16:58:00 von efferman »
@ML: "Hubraum ist nur durch eines zu ersetzen... -> mehr Hubraum" :-D